Was zwischen Schalter und Lampe wirklich passiert
Ein Voswitch-System besteht aus zwei Teilen: dem Panel, das Sie drücken, und dem Modul, das den Strom führt. Wer diese Trennung versteht, bestellt nicht das Falsche.
Durch das Panel fließt fast kein Strom
Die Schalter am Armaturenbrett versorgen nicht Ihren Lichtbalken. Sie senden ein Kleinsignal an das Leistungsmodul, das erst die eigentliche Schaltung übernimmt. Deshalb kann das Panel dünn, dicht und am Haltegriff montiert sein — ohne dickes Kabelbündel.
Es bedeutet auch: Ein defekter Schalter ist ein günstiges Teil und kein verbrannter Kabelbaum. Genau deshalb verkauft Voswitch Panel und Hauptplatine getrennt.
Das Modul schaltet mit Transistoren, nicht mit Relais
Im Modul wird die Last von MOSFETs geschaltet. Gegenüber mechanischen Relais läuft das kühler, es gibt keine Kontakte, die abbrennen oder verschweißen, und keine begrenzte Zahl an Schaltspielen.
Die praktische Folge ist Wärme. Eine Relaisbox im Motorraum wird heiß, weil jeder Kontakt Widerstand hat; ein Halbleitermodul gleicher Belastbarkeit bleibt spürbar kühler — wichtig, wenn es ohne Luftstrom verbaut ist.
Absicherung, die sich selbst zurücksetzt
Ein Kurzschluss trennt den betroffenen Kanal; ist der Fehler behoben, kommt der Kanal von allein zurück. Keine Flachsicherung suchen, keine Sicherungszange, kein Ersatzsortiment.
Das ist eine Eigenschaft, die man ein Jahr später schätzt und nicht am Kauftag. Ein durchgescheuertes Kabel im Gelände beendete früher den Tag; hier unterbricht es einen Stromkreis, der Rest fährt weiter.
Verbraucher und Kanal zusammenbringen
Kanäle sind nicht gleich. Beim PRO6-Modul für Pick-ups sind die sechs Stromkreise mit 20, 20, 30, 30, 40 und 60 A ausgelegt, zusammen 150 A. Ein fahrzeugspezifisches Panel hat meist 100 A gesamt.
Ermitteln Sie zuerst den größten Einzelverbraucher und legen Sie ihn auf den stärksten Kanal. Überraschungen sind meist Kompressoren und Sitzheizungen; Lichtbalken ziehen deutlich weniger als vermutet.
Eines läuft nie über ein Zubehörmodul: der Motorstrom einer Seilwinde. Unter Last sind das mehrere hundert Ampere — eigenes Kabel direkt von der Batterie, das Modul schaltet nur das Schütz.
Was der Einbau bedeutet
Die Kabelbäume sind vorkonfektioniert: kein Schneiden im Fahrzeugkabelbaum, kein Bohren. Das Modul holt Strom von der Batterie, das Panel rastet in eine ohnehin vorhandene Aussparung, verbunden wird mit dem mitgelieferten Kabel.
Planen Sie für den ersten Einbau einen Nachmittag ein, für den zweiten weniger. Zeit kostet die saubere Kabelführung durch die Spritzwand, nicht die Elektrik.
Wer es nicht selbst machen möchte: Unsere Werkstatt in Warschau baut das ein, und die meisten 4x4-Werkstätten in Europa schaffen es anhand der beiliegenden Anleitung.
Häufige Fragen
Kann ich später ein zweites Panel ergänzen?
Meist ja — ein zweites Panel braucht ein eigenes Modul, sofern Sie nicht innerhalb der Kanalzahl des ersten bleiben. Schreiben Sie uns Ihr Vorhaben, wir sagen, ob ein Modul reicht.
Entlädt es die Batterie im Stand?
Der Eigenverbrauch des Moduls ist vernachlässigbar — was Sie eingeschaltet lassen, nicht. Bei wochenlangem Stehen gilt dieselbe Regel wie bei jeder Zusatzverkabelung: Verbraucher aus, und einen Batteriewächter erwägen.
Ist das in der EU zulässig?
Panel und Modul sind Zusatzverkabelung und werfen keine Typgenehmigungsfrage auf. Was Sie anschließen, unter Umständen schon: Fernscheinwerfer, Rundumleuchten und Arbeitsscheinwerfer haben eigene Regeln zur Nutzung im öffentlichen Verkehr. Das betrifft die Leuchte, nicht den Schalter.
Unsicher, welches Panel passt?
Schicken Sie uns Modell, Baujahr und was Sie über das Panel schalten wollen. Sie bekommen eine konkrete Antwort — samt Hinweis, falls Sie gerade das falsche Teil ansehen.
